Konzeption und Organisation
- pro Jahrgang bis zu zwei Klassen, in denen Schüler/innen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam lernen
- ständige Kooperation mit der SPS-Grundschule (u. a. „Übergabe-Konferenz“ vor Beginn des neuen Schuljahres; Hospitationen; Sonderpädagogische Gutachten) sowie mit der Förderschule als Stammschule
- durchschnittlich sind 3-4 Schüler/innen mit einer Beeinträchtigung, meist im Förderschwerpunkt Lernen, aber auch mit den Schwerpunkten Motorik, Sprache, Hören und Sozial-emotionale Entwicklung in einer Schwerpunktklasse
- neben den „Regelschullehrer/innen“ (Hauptschul- und Realschullehrer) unterrichten 5 Förderschullehrer/innen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und eine Pädagogische Fachkraft die Schüler/innen in der jeweiligen SPS-Klasse
- die Ausbildungsschwerpunkte der Förderschullehrkräfte entsprechen den Beeinträchtigungsarten der SPS-Schülerinnen und -schüler

Schwerpunktschulklassen
- Pädagogisches Prinzip: Möglichst wenige „Bezugspersonen“ (Abdecken des Fachunterrichts durch die Klassenleitung und möglichst nur eine Förderschullehrkraft im Team)
- Hauptfächer erhalten Priorität bei der Doppelbesetzung mit Lehrkräften
- von Pädagogischen Fachkräften und Förderschullehrer/innen werden unterschiedliche Aufgaben wahrgenommen und Methoden angewandt:
► innere Differenzierung bei themengleicher Arbeit
◊ durch weiteres Erläutern der Lerninhalte und Arbeitsauträge
◊ Individualisierung von Anforderungen durch Differenzierung im
Schwierigkeitsgrad und in der Lernhilfe bei Arbeitsblättern, Texten,
Hausaufgaben, Arbeitsaufträgen wie auch Lerninhalten und
Lernzielen
◊ Unterstützung der Lernmotivation und der Organisation des Lernens.
► äußere Differenzierung = Lernen in der Kleingruppe
◊ Möglichkeit zur Aufarbeitung von Lerndefiziten für alle Schüler/innen
◊ Förderung bei individuellen Schwächen, die im Klassenverband nicht
ausreichend kompensiert werden können
► Anpassen der Klassenarbeiten an die Lernvoraussetzung der Schüler/innen
► Anfertigen der Zeugnisse für SPS- Schüler/innen
► Beratung aller Kollegen/innen.

Klassenleitung im Team
- sowohl Regel- als auch Förderschullehrer/innen sind Bezugspersonen für alle Schüler/innen und gleichberechtigte Ansprechpartner für die Eltern
- Prinzip: gemeinsames Handeln in Bezug auf pädagogische Konzepte und die Einhaltung von Regeln.

Ziele der Schwerpunktschularbeit
- Schüler/innen sollen den Abschluss der jeweiligen Förderschule erreichen
- bei guten Leistungen wird ihnen ein Übergang in den Bildungsgang Hauptschule oder der Realschulabschluss ermöglicht (Umwandlung des Status’ vom SPS-Schüler zum „Regelschüler“)
- soziale Integration innerhalb der Klasse, Schule und in der Freizeit
- individuelle Planung der Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit den Eltern, den Rehabilitations-Beratern der Agentur für Arbeit, der BBS (Einrichtung einer SPS-Klasse im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahrs an der kooperierenden Berufsbildenden Schule) und „BOB“.

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